Anmerkung der Redaktion
Lange haben wir gesessen,
Zeit und Stunde fast vergessen,
viel geschwitzt und simuliert,
nachgedacht und ausprobiert,
bis die Zeitung fertig war,
Gott sei Dank nun ist sie da!
Dichter waren nicht beteiligt
und es war auch etwas eilig,
wenn man von der Zeitung nicht,
wie von einem Kunstwerk spricht,
so war doch der gute Wille
stark vorhanden in der Stille.
Mögen durch das Fest begleiten,
fröhlich Euch die nächsten Seiten.
Ist der Witz auch manchmal spröde
ruft nicht gleich: "Ach je wie blöde".
Denkt, dass sie zum Spass gemacht
und ein jeder auch mal lacht.
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Hochzeitsverordnung Ihr lieben Gäste gebet acht:
Es wird hiermit bekannt gemacht, dass bei dem heutigen Hochzeitsfest, muss Ordnung sein auf`s allerbest.
Drum nehme sich jedermann folgende VERORDNUNG an!
§1
Das Fest beginnt, wenn es anfängt und ist beendet, wenn die Teilnehmerzahl auf weniger als einen gesunken ist.
§2
Das Fest findet bei jedem Wetter statt. Geheiratet wird auf jeden Fall.
§3
Der Eintritt darf nur durch die Tür erfolgen, jemand zum Fenster hereinheben ist verboten!
§4
Jeder hat gekämmt, mit frisch gewaschenen Füßen, fröhlichem Gesicht, mit Durst, Appetit und ausreichendem Humor zu erscheinen. Glatzen müssen schön gebohnert sein!
§5
Finstere Mienen, griesgrämige Bärte, Skatkarten und Strickzeug sind zu Hause zu lassen.
§6
Den kennt jeder!
§7
Es ist verboten etwas krumm, übel oder schief zu nehmen! Wer es doch tut, wird mit Lachsalven erschossen!
§8
Die Benutzung der Zeitung zu anderen, als den vorgeschriebenen Zwecken ist verboten! Bei Zuwiderhandlung ist der Herausgeber gezwungen, die nächste Ausgabe auf Sandpapier drucken zu lassen!
§9
Mit feurigen Blicken darf wegen der Waldbrandgefahr nur vorsichtig geworfen werden.
§10
Bei gemeinsamen Gesängen hat jeder mitzusingen! Wer heisser ist, singt in der Pause!
§11
Lachen hat ohne Aufforderung zu geschehen!
§12
Die Gäste sind verpflichtet nicht mehr zu essen und zu trinken, als sie mit Gewalt herunter kriegen. Wer an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angekommen ist, lässt sich langsam unter den Tisch sinken.
§13
Jeder hat in Ruhe seinen Platz aufzusuchen; drängeln und schubsen ist verboten. Wer keinen Platz findet, sitzt unter dem Tisch.
§14
Keiner soll aus Geiz seinem Nachbarn das Glas leer trinken, denn es wird weder kassiert, noch über die Anzahl der Getränke Strichliste geführt.
§15
Die Gäste, die sich dieser Anordnung nicht fügen, werden in Schnaps ertränkt.
§16
Alle Kater sind mit nach Hause zu nehmen!
§17
Werden Reden gehalten, dürfen nicht alle auf einmal reden.
§18
Das Tanzen in Strandanzügen und Badehosen ist verboten.
§19
Etwaige Kater sind an der Leine zu führen, da kleine Kätzchen anwesend sind. Miauen zum Zwecke der Kontaktanbahnung ist untersagt.
§20
Schlechte Laune usw. ist an der Garderobe abzugeben.
§21
Trübsal und andere Instrumente dürfen bei der Hochzeitsfeier nicht geblasen werden, auch wenn sie gut eingestimmt sind.
§22
Jeder, der zu spät kommt, muß umdrehen und früher kommen.
§23
Es darf nur solange auf den Schuhen des Partners getanzt werden, bis die Zehen sichtbar sind.
§24
Beim Tanzen ist es auch bei größter Hitze verboten, die Rückenverschlüsse der Damen zu öffnen.
§25
Wer nicht auf seine Kosten kommt, hat die Geschenke trotzdem zurückzulassen.
§26
Wer sich durch diese Zeitung verletzt fühlt, kann sich von der Redaktion verbinden lassen! zurück zur Übersicht
Ehegesetz
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Dieses Gesetz tritt mit dem Ja-Wort in Kraft.
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Der Ehemann ist ab dem Zeitpunkt der Eheschliessung der Glücklichste seiner Art.
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Der Mann hat eine eigene Meinung - die Frau hat RECHT und verwaltet das eheliche Vermögen.
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Sollte die Frau mal nicht recht haben, tritt automatisch 3. in Kraft.
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Das Ehepaar besteht aus 2 Hälften, die Frau ist die Bessere.
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Der Mann verdient das Geld, die Frau gibt es aus.
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Der Ehemann hat sein Einkommen pünktlich zu Hause abzuliefern und sein Taschengeld mit kindlicher Freude entgegenzunehmen.
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Die Frau ist unter der Haube, der Mann ist unterm Pantoffel.
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Falls der Ehemann an Trotz leiden sollte, oder sonstige bockige Seiten aufzuweisen hat, ist ihm der Hausschlüssel zu entziehen und der Pantoffel gefechtsbereit zu zeigen.
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Dem Ehemann ist es gestattet, jeden Abend zu Hause zu bleiben.
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Wann der Mann fortgeht, bestimmt der Mann, wann er heimkommen soll, bestimmt die Frau.
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Die Frau hat den Mund aufzumachen, der Mann hat ihn zu halten.
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Meinungen dürfen nur von der Frau ausgesprochen - vom Mann nur gedacht werden.
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Der Mann gibt nie zu, dass sie auch mal recht hat, sonst ist er gleich unten durch.
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Unterhaltungen sollten laut und deutlich geführt werden. Der Nachbar hat sicher auch Interesse an ehelichen Auseinandersetzungen.
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Worte haben nur in der ersten Woche Zweck. Später sind härtere Argumente wie zBsp. Teller, Tassen und Pfannen zu empfehlen.
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Mitarbeit des Mannes im Haushalt ist STRENG VERBOTEN! Klare Befehle an die Frau ersetzen diese Mühe.
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Die Gartenarbeit ist Gemeinschaftssache; die Einteilung untersteht der Frau, die Durchführung dem Mann.
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Der Mann hat zu essen, was auf den Tisch kommt und immer ein freundliches Gesicht zu machen.
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Dem Ehemann ist es erlaubt, auch seine Frau von Zeit zu Zeit etwas lieb zu haben. Er soll aber niemals sagen:" Du kannst mich mal gern haben!"
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Zusammenfassend kann man sagen: Eine harmonische Ehe ist gewährleistet, wenn der Mann gesund ist und die Frau Arbeit hat.
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Ein Paar Schuhe und die Ehe
Ein Brautpaar so wie ich und du, ist ähnlich fast wie ein paar Schuh'.
Brauchbar ist ein Paar nur dann, wenn beide man benutzen kann.
Ein einziger Schuh nur ganz allein kann nie von richtigem Nutzen sein.
Was soll ein Mensch nur mit 'nem Linken?
Er könnt nicht laufen, müsste hinken.
So ist es auch mit Ehepaaren: Beide müssen die Lasten tragen.
Trägt einer nur die Lasten tief, wird dieser "Schuh" bald krumm und schief.
Er ist dann kaum noch zu benutzen,
aber auch den and'ren Schuh wird man nicht mehr putzen.
Denn ein einziger Schuh allein kann nie von richtigem Nutzen sein.
Ein Schuhpaar muss zusammen passen in Form und Farbe und in Maßen.
Ein Pumps passt nicht zum Filzpantoffel,
eine schöne Frau passt nicht zum Stoffel.
Nur wenn beide sich ertragen, kann man's miteinander wagen.
Denn ein einziger Schuh allein kann nie von richtigem Nutzen sein.
Wohl drückt in all den Lebensjahren der Schuh auch mal bei Ehepaaren.
Oft sind es viele Kleinigkeiten, die manch' argen Schmerz bereiten.
Die Zunge beim Schuh, tut sie nicht sitzen,
bringt den Benutzer zum Fluchen und Schwitzen.
Drücken beim Schuh ständig die Falten,
wird man den anderen auch nicht behalten.
Denn ein einziger Schuh allein kann nie von richtigem Nutzen sein.
Ein Schuhpaar, das schon lang' genutzt,
gehört gepflegt und gut geputzt.
Ein Einzelschuh mit Löchern und Rissen -
oder ist er ganz verschlissen -
muss zum Schuster zum Reparieren.
Ein Schuh allein kann nicht marschieren.
Denn ein einziger Schuh allein kann nie von richtigem Nutzen sein.
Hier sitzt das Brautpaar, verliebt wie vor __ Jahr'.
Ohne Runzeln und ohne Falten blieben sie uns gut erhalten.
Wie ein Paar Lackschuh, so glänzen sie neu.
Stehen zusammen in Liebe und Treu'.
Liebes Brautpaar, nimm nun hin meinen Rat in diesem Sinn:
Durchwandert weiter froh zu zweit eure ganze Lebenszeit.
Denn ein einziger Schuh allein kann nie von richtigem Nutzen sein.
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Gedicht von Sakra zur Ehe
Manche Menschen, wie gemein -
gehen durchs Leben ganz allein,
sind dann ewig auf der Suche
nach dem kleinen goldenem Buche,
in dem des Rätsels Lösung steht,
wie die Einsamkeit vergeht.
Ihr habt in diesem Buch gelesen,
scheutet weder Kosten noch Spesen,
kennt es gut, von vorn bis hinten,
seid gewappnet, auch vor Finten.
Ihr liebt Euch auch, von Kopf bis Zehe,
und stürzt Euch vollends in die Ehe.
Und wird ein Streit auch mal sehr gross,
werft nicht die Hände in den Schoss,
denkt an das goldene Buch zurück,
an schöne Zeiten, Euer Glück,
doch jetzt lasst die Liebe richtig sprießen,
und uns den heutigen Tag begießen.
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Erschreckende Statistik
Herr (Name des Bräutigams) schreibt uns in einer sehr heiklen Angelegenheit. Seine Frau ist anscheinend für dieses Thema nicht zu sprechen und deshalb hat er folgende Statistik für sie erstellt:
Liebe (Name der Braut), im letzten Jahr habe ich mich 365x um dich bemüht. Nur 36x hatte ich Erfolg. Das ergibt einen Durchschnitt von 1x in 10 Tagen. Die Gründe für meine Misserfolge waren folgende:
27x war es zu kalt
28x war es zu warm
12x rief deine Mutter an
52x warst du zu müde
93x war es auch technischen Gründen nicht möglich
5x hattest du Rückenschmerzen
30x hattest du Kopfschmerzen
21x warst du nicht mehr dazu aufgelegt
27x hattest du zuviel getrunken
7x musstest du am nächsten Tag zum Arzt
15x kam die Lindenstrasse im Fernsehen
In den 36 Fällen wo ich zum Erfolg kam, war es aus folgenden Gründen auch kein Vergnügen:
21x hattest du gebeten, ich solle zusehen, dass ich fertig werde
2x hattest du dabei festgestellt, dass die Zimmerdecke neu gestrichen werden müsste
2x dachte ich, ich hätte dir weh getan, weil du dich bewegt hattest
11x musste ich dich wecken, um dir zu sagen dass ich fertig bin
Und das alles in einem Jahr!
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